ERFOLGE

Das haben wir erreicht:
Dank der Initiative „Velozärn“: Bau eines kantonalen Radwegnetzes bis 2014

Die Liste an Radwegen sowie velo- und fussgängerfreundlichen Verkehrslösungen, die auch dank dem Einsatz von Pro Velo Luzern entstanden sind, ist lang. Den ersten und grössten Erfolg feierte Pro Velo Luzern 1998 (damals noch IG Velo), als wir die Initiative Velozärn lancierten – und damit dem kantonalen Radroutennetz zur Umsetzung verhalfen.

Verkehrsplanung Erfolg

1987 hatte das Tiefbauamt des Kantons Luzern in vorbildlicher Manier ein Konzept fürein flächendeckendes kantonales Radroutennetz erarbeitet. Allein, die Umsetzung stockte, das Konzept blieb geschriebenes Wort. Zehn Jahre später sammelten wir 4600 Unterschriften für die Initiative Velozärn. Die Initiative verlangte, dass das Radroutenkonzept innert zehn Jahren umgesetzt wird. Das Kantonsparlament sprach sich für einen Gegenvorschlag aus, worauf die Initiative zurückgezogen wurde.

Gemäss Gegenvorschlag müssten bis 2014 90 Prozent des Radroutenkonzeptes realisiert sein. Die Realität sieht anders aus: Der Kanton trödelt weiter, stellt zu wenig Finanzmittel zur Verfügung und verschleppt die fristgerechte Umsetzung.

Veloabstellplätze am Bahnhof – eine typische Erfolgsstory
Das Ringen um mehr Veloabstellplätze am Luzerner Bahnhof ist eine typische Geschichte aus dem Pro-Velo-Alltag – und letztlich eine Erfolgsstory.

Der Luzerner Bahnhof besticht durch Eleganz und Zweckmässigkeit – nur an die Velofahrenden hatte beim Bau niemand gedacht. Es bedurfte zäher Verhandlungen mit Stadtverwaltung und SBB. Unterstützt wurden wir dabei vor allem von vielen Parkierenden, deren Velos selbstredend auf das dringliche Problem aufmerksam machten. Unsere Forderungen waren klar: Der Nachfrage entsprechend mehr Veloabstellplätze, Halterungssysteme für Velos, eine Velostation als Dienstleistungszentrum sowie gedeckte Unterstände für Velos.

Wer heute mit dem Velo am Bahnhof steht, sieht, was nach hartem Feilschen ausgehandelt wurde: Unsere Forderungen wurden grösstenteils verwirklicht: An der Zentralstrasse stehen heute Veloplätze, ebenso links und rechts vom Bahnhofeingang und bei der Uni. Später kam die bewachte Velostation dazu, die zurzeit als Provisorium geführt wird.

Es gelang Pro Velo Luzern, die Veloparkplätze rund um den Bahnhof fast zu verdoppeln und überdies eine neue Basis zu schaffen, um mit der Stadt und der SBB konstruktiv zusammen zu arbeiten.

Wer die unbefriedigende Velosituation bei der neuen Uni beobachtet oder sich über die Velostation beklagt, die nicht direkt an die Geleise angeschlossen ist, merkt, dass das Kapitel Velos und Bahnhof noch lange nicht abgeschlossen ist …

Bourbaki ohne Velos?
Etwas Ähnliches spielte sich um das neu renovierte Bourbaki-Panorama ab: Trotz Kinos, Museen, Läden und einer Bibliothek waren nur gerade 25 abgelegene Veloparkplätze vorgesehen! Dank der Intervention von VCS und Pro Velo stehen heute 115 Parkplätze zur Verfügung. Sie reichen knapp aus.

 

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